Kundengeschichten

Digitalisierung der Abfalllogistik: Wurzer Umwelt ersetzt Papierlisten durch transparentes Container-Management mit der Tracking-Lösung von Sensolus

Digitalisierung der Abfalllogistik: Wurzer Umwelt ersetzt Papierlisten durch transparentes Container-Management mit der Tracking-Lösung von Sensolus

TABLE OF CONTENT

  1. Kurz gefasst
  2. Herausforderung: Bestandsmanagement ohne verlässliche Datengrundlage
  3. Vom Einstieg mit 50 Trackern zur digitalen Containerflotte
  4. Digitale Disposition und UVV-Management auf einer Plattform
  5. Digitalisierung als strategische Entscheidung der Geschäftsführung
  6. Mehr Leistung mit derselben Flotte statt zusätzlicher Neuanschaffungen
  7. Ausblick: Von verlässlichen Daten zu Automatisierung und KI
  8. Möchten Sie Sensolus in Aktion erleben?
  9. Verwandte Ressourcen

PUBLISHED: 25. August 2026

UPDATED: 25. August 2026

7 min read



asset management abfall & recycling Auslastungsüberwachung

Kurz gefasst

Herausforderung: Fehlende Transparenz über Standort, Verfügbarkeit und Prüfstatus von rund 800 Containern; hoher Aufwand durch manuelle Datenerfassung und papierbasierte UVV-Dokumentation.

Lösung: Schrittweise Ausstattung der Container mit robusten, batteriebetriebenen Sensolus Trackern und Nutzung der anpassbaren Plattform für Ortung, Disposition und UVV-Management.

Ergebnisse: Weniger Suchaufwand, bessere Rückführung und Nutzung vorhandener Container, zentrale Prüfübersicht sowie eine belastbare Datenbasis für weitere Automatisierung und KI-Anwendungen.

Herausforderung: Bestandsmanagement ohne verlässliche Datengrundlage

Vor Projektbeginn beruhte die Containerverwaltung vor allem auf den Einträgen im Warenwirtschaftssystem. Wurde ein Container bei einem Kunden aufgestellt oder später umgesetzt, mussten die Informationen manuell aktualisiert werden. Stimmten die Einträge nicht mit der Realität überein, fehlte der Disposition ein belastbarer Überblick darüber, wo sich bestimmte Behälter befinden und welche davon tatsächlich verfügbar sind. Die Folge: einzelne Container gerieten im täglichen Umlauf aus dem Blickfeld, verblieben zu lange bei Kunden oder konnten im System nicht mehr eindeutig zugeordnet werden.
Die Dokumentation der jährlich vorgeschriebenen UVV-Prüfung der Container, bei der unter anderem Bügel, Verriegelungen, Türen und der allgemeine Sicherheitszustand der Container kontrolliert und anschließend eine Prüfplakette vergeben wird, erfolgte weitgehend handschriftlich. Prüfprotokolle und Nachweise lagen nur auf Papier in Ordnern vor; eine zentrale Übersicht über anstehende Termine fehlte. Damit war es schwierig, Fahrer rechtzeitig auf fällige Prüfungen hinzuweisen und sicherzustellen, dass alle Container fristgerecht technisch kontrolliert werden.

"Wir hatten lange Zeit keinen vollständigen Überblick über unser Containerinventar. Gleichzeitig wollten wir die UVV-Prüfungen nicht länger über Zettel und Ordner verwalten, sondern zentral und digital nachhalten. "

- Tamara Rudzki, Disponentin und Verkehrsleiterin bei Wurzer Umwelt

Vom Einstieg mit 50 Trackern zur digitalen Containerflotte

Entscheidend für die Auswahl der Lösung war für Wurzer Umwelt vor allem eine einfache Montage, eine lange Batterielaufzeit und die Robustheit der Tracker. Ebenso wichtig: eine übersichtliche Software, die ohne aufwendige Integration in das bestehende Warenwirtschaftssystem genutzt werden kann.

Der Rollout der Tracker von Sensolus begann im Dezember 2025 mit 50 Trackern. Innerhalb weniger Monate wurde das Projekt stark ausgeweitet: Rund 600 Geräte sind bereits im Einsatz, bis September 2026 sollen etwa 700 Container ausgestattet sein. Perspektivisch wird nahezu die gesamte Flotte von rund 800 Containern eingebunden werden.

installing a sensolus tracker on a container with a drill

Digitale Disposition und UVV-Management auf einer Plattform

Im Tagesgeschäft nutzt die Disposition die Standortdaten, um selten verfügbare Containertypen schneller zu finden und gezielter zurückzuführen. Über die Plattform erkennt das Team, welche Container schon länger bei Kunden stehen und möglicherweise nicht mehr benötigt werden. Kunden werden aktiv kontaktiert, um bei Bedarf die Rückholung zu organisieren. So gelangen vorhandene Assets wieder in den Umlauf, bevor zusätzliche Container beschafft werden müssen.

Auch die UVV-Prüfungen werden inzwischen zentral organisiert. Ein Dashboard zeigt, wann welche Container fällig sind. Die Disposition kann Fahrer nun gezielt informieren und Prüfungen mit ohnehin geplanten Leerungs- oder Rückholprozessen verbinden. Künftig sollen digitale Checklisten und Fotodokumentationen die papierbasierte Ablage weiter ersetzen. Standort-, Zustands- und Prüfinformationen stehen damit an einem Ort zur Verfügung.

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Wurzer Umwelt_2

Digitalisierung als strategische Entscheidung der Geschäftsführung

Das Trackingprojekt ist kein isolierter technischer Lösungsansatz, sondern Teil einer breit angelegten Modernisierung. Nach internen Veränderungen in IT und Organisation hat die Geschäftsführung die Digitalisierung stärker priorisiert. In verschiedenen Unternehmensbereichen werden Abläufe automatisiert, bestehende Prozesse überprüft und bislang manuelle Arbeitsschritte durch digitale Lösungen ergänzt. Dazu gehören beispielsweise Automatisierungen an der Container-Waage sowie erste Projekte im Umfeld künstlicher Intelligenz.

Das Trackingprojekt ist kein isolierter technischer Lösungsansatz, sondern Teil einer breit angelegten Modernisierung. Nach internen Veränderungen in IT und Organisation hat die Geschäftsführung die Digitalisierung stärker priorisiert. In verschiedenen Unternehmensbereichen werden Abläufe automatisiert, bestehende Prozesse überprüft und bislang manuelle Arbeitsschritte durch digitale Lösungen ergänzt. Dazu gehören beispielsweise Automatisierungen an der Container-Waage sowie erste Projekte im Umfeld künstlicher Intelligenz.

Mehr Leistung mit derselben Flotte statt zusätzlicher Neuanschaffungen

Der zentrale wirtschaftliche Hebel liegt für Wurzer Umwelt in einer besseren Nutzung des vorhandenen Bestands. Container werden zunehmend teurer, während zugleich zahlreiche ältere Behälter ersetzt werden müssen. Schon die Rückgewinnung einzelner lange ungenutzter Assets kann deshalb einen relevanten Beitrag leisten. Die Kosten des Trackings entsprechen lediglich einem kleinen Bruchteil des Anschaffungspreises eines Containers. Dadurch refinanziert sich die Sensolus Produktlösung in kurzer Zeit, allein durch die Verringerung von Neuanschaffungen. Die Einsparungen durch die Verbesserung und Optimierung interner Prozesse kommt hier noch hinzu.

Das langfristige Bestreben ist nicht, die Flotte kontinuierlich zu vergrößern, sondern mit den bestehenden Kapazitäten mehr zu erreichen. Dazu müssen sogenannte „Containerleichen“ sichtbar werden: Behälter, die über Wochen oder Monate bei Kunden stehen, nicht genutzt werden oder im Warenwirtschaftssystem nicht mehr korrekt auftauchen. Werden sie identifiziert und zurückgeführt, können sie neu disponiert werden. Das verbessert die Auslastung und kann Bestellzyklen verlängern oder die Zahl neu anzuschaffender Container reduzieren.

"Unser Ziel ist, mit möglichst wenig zusätzlicher Ausrüstung möglichst viel zu erreichen. Wenn wir vorhandene Container schneller wiederfinden, zurückführen und besser auslasten, müssen wir langfristig weniger neu anschaffen. "

- Tamara Rudzki, Disponentin und Verkehrsleiterin bei Wurzer Umwelt

Ausblick: Von verlässlichen Daten zu Automatisierung und KI

Mit dem weiteren Rollout entsteht eine zunehmend vollständige Datenbasis über das tatsächliche Containerinventar. Darauf aufbauend kann Wurzer Umwelt künftig zusätzliche Auswertungen und automatisierte Abläufe entwickeln. Denkbar sind beispielsweise Hinweise auf ungewöhnlich lange Standzeiten, automatisierte Listen für Rückholaktionen oder gezielte Abfragen nach bestimmten Containertypen und Regionen.

Auch KI-gestützte Anwendungen sind zukünftig denkbar, da die in der Sensolus Plattform gespeicherten Daten künftig mit internen KI-Systemen verbunden werden können, um Fragen in natürlicher Sprache zu beantworten oder operative Auffälligkeiten schneller zu identifizieren. Ein möglicher Anwendungsfall wäre die automatische Suche nach Containern, die seit mehreren Wochen unverändert an einem Standort stehen. Diese Funktionen befinden sich noch im Zukunftsstadium. Die Voraussetzung dafür – strukturierte, aktuelle und zentral verfügbare Daten – wird mit dem Trackingprojekt jedoch bereits geschaffen.

Damit entwickelt sich die Lösung für Wurzer Umwelt vom reinen Ortungswerkzeug zu einem Baustein der digitalen Unternehmenssteuerung: Sie unterstützt die tägliche Disposition, verbessert die Dokumentation sicherheitsrelevanter Prüfungen und eröffnet langfristig Potenzial für datenbasierte Automatisierung.

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